Stress & Hustle im Alltag: Wie du endlich Ruhe reinbringst (ohne noch mehr zu optimieren)

Du bist nicht faul. Du bist überladen. Stress fühlt sich heute nicht mehr an wie „viel zu tun“ – sondern wie Dauer-Alarm im Kopf: noch schnell das, noch kurz antworten, noch einmal aufs Handy. Und am Ende vom Tag bist du leer, obwohl du „eh nur funktioniert“ hast. Hustle ist nicht dein Charakter. Es ist ein System aus Tempo, Erwartungen und zu vielen offenen Schleifen – und da kommst du wieder raus. Ohne Blabla. Mit Mini-Schritten, die du sofort umsetzen kannst.

Wenn du gerade das Gefühl hast, du springst den ganzen Tag von einem To-do zum
nächsten und kommst trotzdem nie „fertig“: Willkommen. Du bist nicht allein.
Ich sehe das bei so vielen Frauen. Und ich kenne es selbst. Ich habe früher wirklich gedacht: Ich muss mehr tun. Mehr umsetzen. Mehr schaffen. Dann werde ich erfolgreich. Dann werde ich frei.


Und ja – andere sind mit diesem Hustle-Weg erfolgreich geworden. Ich bin damit leer geworden.


Ich will Karriere machen. Aber nicht, um im Geld zu schwimmen. Sondern, um mir
Freiheiten zu erlauben. Freiheiten zu kaufen. Freiheiten zu leben.
Und genau deswegen müssen wir über Hustle im Alltag reden. Weil der Alltag uns oft so hart im Griff hat, dass für Freiheit gar kein Platz mehr bleibt.

Hustle im Alltag sieht oft so aus (und du kennst das)

Das sind nicht die „großen“ Dinge. Das ist dieser ganz normale Alltagswahnsinn:

  • nur schnell die Spülmaschine ausräumen, weil’s sonst unordentlich ist • Wäsche, weil man ja nicht „hinterher sein“ will
  • abends noch schnell Mails beantworten, weil man nicht als langsam gelten will
  • im Job alles sofort on point fertig machen, weil sonst könnte ja jemand nachfragen
  • zwischendrin permanentes Handy checken, weil es könnte ja was Wichtiges sein.

 

Und genau da entsteht der Druck. Nicht, weil du zu wenig tust oder zu wenig kannst. Sondern weil du zu viel gleichzeitig tragen sollst.

Warum das heute so eskaliert: Alles wird schneller – und du auch

Wir leben in einer extrem modernen, extrem schnelllebigen Welt. Kleines Beispiel, das wirklich jeder kennt: Banküberweisungen.

 

Früher: Überweisungsschein ausfüllen, sammeln, zur Bank fahren, einwerfen oder abgeben.

 

Heute: Handy auf, QR-Code scannen (der eh auf fast jeder Rechnung drauf ist), App liest alles automatisch aus, du kontrollierst kurz und zack – innerhalb von Sekunden ist das Ding erledigt. Das ist natürlich eine Erleichterung. Ich liebe Technik. Ich liebe alles, was funktioniert und den Alltag leichter macht.

 

Aber hier kommt die Schattenseite: Wenn alles um dich herum schneller wird, wirst du auch schneller.

 

Und dann kommt dieser Anspruch an dich: Du musst effizient sein. Du musst schneller sein. Du musst alles sofort erledigen. Und anstatt dass du dich freust, dass du heute 3 To-dos erledigt hast, machst du dich fertig, weil noch 15 offen sind.

Der Auto-Motor-Vergleich

Stell dir vor: Du fährst mit dem Auto zum Einkaufen und stellst es danach aus. Ganz normal. Mit deinem Körper machst du’s oft anders. Du fährst los – und legst dir gedanklich einen Ziegelstein aufs Gaspedal. Damit es weiterläuft. Immer. Du gibst nicht 100%. Du gibst 150%. Und irgendwann verreckt der Motor.

 

Warum haben wir so viele Burnout-Fälle? Warum sind so viele Frauen so überlastet? Weil sie dauerhaft über ihre Grenzen gehen.

 

Ich hatte eine Kundin bei mir im Studio, Mädelsnachmittag, Hautpflegeberatung,
Auszeit. Und diese Frau ist mir fast am Tisch eingeschlafen. Nicht, weil sie „faul“ ist. Sondern weil sie immer 150% gibt. Und sie hat gesagt: Wenn sie mal 10 Minuten hat, räumt sie lieber die Spülmaschine aus. Weil: „Machen muss ich’s sowieso. Bleibt ja an mir hängen.“

 

Und ich verstehe das. Wirklich.

 

Klar fühlen wir uns wohler, wenn es nicht aussieht wie Sau. Aber: Damit stellst du dich selbst und deine Bedürfnisse so weit hinten an, dass du oft gar nicht mehr dran kommst. Und jetzt die Frage, die wehtut: Wo stehst du auf deiner eigenen To-do-Liste? Wo steht da: „15 Minuten Auszeit“? Und mit Auszeit meine ich nicht Handy + Netflix. Ich meine: nicht erreichbar sein. Einfach mal kurz raus. Wenn wirklich was Schlimmes passiert, wird man dich finden. Du bist zu Hause, in der Arbeit oder unterwegs. Wir müssen nicht auf Abruf leben.

Was dir wirklich hilft: 5 konkrete Schritte für weniger Stress

Ich bin kein Anti-Stress-Guru. Ich teile dir einfach, was mir hilft und was ich bei so vielen Frauen sehe.

  1. Schreib dir 3 wirklich wichtige To-dos für heute auf
    Nicht 12. Nicht 27. 3!

    Was sind die 3 Dinge, die heute passieren müssen, damit du abends zufrieden ins Bett gehen kannst?

    Weil: Du wirst nie an den Punkt kommen, wo alles erledigt ist.
    • Haushalt: Es gibt immer irgendwas.
    • Job: Es gibt immer irgendwas.
    • Leben: Es gibt immer irgendwas.
    Mach deine 3 Dinge. Und dann: Frieden schließen.

  2. Setz dir eine Stopp-Zeit
    Ab Uhrzeit X:
    – keine E-Mails
    – kein „kurz noch“
    – keine Haushalt- Optimierung

    Dein Feierabend darf ein Termin sein. Und ab da gelten deine Regeln.

  3. Ein Auszeit-Block pro Tag (10–30 Minuten)
    Handy weg. Kein Multitasking. Eine Sache, die dir Ruhe gibt.

    Und ganz wichtig: Wenn du was machst, dann machst du nur das. Wenn du Wäsche zusammenlegst, legst du Wäsche zusammen. Nicht gedanklich schon Küche putzen, Projekt planen, Mails beantworten.

    Wenn dir das schwer fällt: Trainier’s wie einen Muskel. Oder hör dabei ein Hörbuch/Podcast – Hauptsache, du bist nicht in 10 Baustellen gleichzeitig. Multitasking ist modern. Aber es stresst brutal.

  4. Mach eine „Nicht-mehr“-Liste
    Stress entsteht oft durch unnötige Standards.
    Schreib dir 3 Dinge auf, die du ab jetzt nicht mehr machst (oder nicht mehr so oft).

    Beispiel: Nicht jeder Samstag muss ein ganzer Haushaltstag sein. Nicht alles muss auf Hochglanz. Nicht alles muss sofort.

  5. Schließ den Tag bewusst ab
    Nicht im Bett liegen und denken: „Oh Gott, die 20 To-dos, die ich nicht geschafft habe.“ Sondern: – „Geiler Scheiß: Diese 5 Dinge habe ich geschafft.“ – „Und morgen ist das Wichtigste: X.“

    Dann ist dein Kopf nachts nicht im To-do-Struggle. Und du kommst wirklich runter.

Wenn du Vollzeit arbeitest und nebenbei „mehr“ willst

Dann ist das hier der wichtigste Satz: Du brauchst nicht noch mehr Druck.

Du brauchst ein System, das dich nicht auffrisst. Wenn du neben dem Job ein Business aufbauen willst, dann geht das nicht über 150% jeden Tag. Das geht über Fokus. Über klare Prioritäten. Über Pausen, die du wirklich nimmst.

Weil Freiheit entsteht nicht, wenn du dich kaputt machst. Freiheit entsteht, wenn du lernst, dich selbst wichtig zu nehmen.

Ich wünsche dir, dass du dir selber wichtig genug bist, dir eine stressfreie Zeit zu
schenken.

Und wenn du Fragen hast, oder du merkst: „Ich will das ändern, aber ich weiß nicht wie“ – schreib mir.

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Eva Schäferling

Dieser Artikel wurde von Eva Schäferling verfasst, die Frauen dabei unterstützt, aus dem System auszubrechen und ihr selbstbestimmtes Leben in Teilzeit-Selbstständigkeit zu gestalten – ohne Burnout, aber mit der Freiheit, endlich den eigenen Weg zu gehen.