Die Angst vor dem „Was ist, wenn…?“

Du willst ein zweites Standbein. Und trotzdem passiert nichts. Nicht weil du faul bist. Sondern weil dein Kopf seit Wochen dieselbe Schleife spielt: Was, wenn ich starte und es peinlich wird? Was, wenn ich Geld verliere? Was, wenn ich’s neben Job, Haushalt und Leben eh nicht schaffe? Und dann machst du das „Vernünftige“: du wartest. du planst. du denkst. du verschiebst. Spoiler: Später wird’s nicht leichter. Nur lauter in deinem Kopf.

Die Angst vor dem „Was ist, wenn…?“ ber die reden wir heute.

 

Weil mich das Thema seit Mitte November intensiv beschäftigt und verfolgt. Es fühlt sich für mich so an, als ob ich gerade viele Ängste ausstehen darf, um dahin zu kommen, wo ich hin will.

 

Und warum ist das für dich relevant? Weil so viele Frauen der Angst das Ruder von ihrem Leben übergeben. Ich spreche mit ganz vielen Frauen, die sich ein zweites Standbein wünschen ber die aber keinen einzigen Schritt gehen. Und ich kann dich so gut verstehen. Wirklich.

 

Aber Angst ist nicht „Schwäche“. Angst ist ein Hinweis. Ein Hinweis auf das, was in der Vergangenheit sicher war und auf das, was in der Zukunft Veränderung bringt.

Der eigentliche Kern: Angst hat nichts mit Schwäche zu tun

Es geht nicht um Angst im Sinne von: „Du bist zu sensibel“ oder „du bist nicht stark genug“.

 

Es geht um:

 

  • Wachstum
  • Verantwortung
  • eine neue Identität

 

Und es gibt diesen Zwischenraum  ich nenne ihn gerne „schwarzer Nebel“: Das Alte passt irgendwie nicht mehr. Aber du weißt noch nicht, wie das Neue wird. Das Neue ist einfach ungewohnt.

 

Die Angst kommt nicht, weil du falsch bist. Sie kommt, weil du eine neue Stufe betrittst. Ungewohntes Terrain.

Meine Story: Warum mich das seit November so verfolgt

Ich erzähle dir jetzt was Persönliches, was ich noch nicht groß veröffentlicht habe, weil es noch nicht komplett abgeschlossen ist. Aber ich bin extrem guter Dinge, dass ich den positiven Abschluss in den nächsten ein, zwei Wochen in der Hand halte.

 

Ich habe nämlich gespürt, dass sich mein Nebenjob schwer anfühlt. Mein Nebenjob ist eine 20-Stunden-Anstellung in der Buchhaltung/Löhne. Und ich hab da wirklich das goldene Los gezogen: Ich kann arbeiten, wann ich will. Ich kann alles machen, wie ich will. Ich verdiene richtig gut. Also: Es gibt objektiv null Potenzial, mich zu beschweren.

 

Und trotzdem hat mich seit Sommer 2025 dieser Gedanke verfolgt: „Was ist denn jetzt schon wieder? Warum passt es schon wieder nicht?“

 

Dann war ich in Amerika und das hat in mir was verschoben. Ich habe dazu ja schon eine Podcastfolge aufgenommen.

 

Und daraus hat sich etwas entwickelt, das mega spannend ist: Der Gedanke kam: Ich könnte das Ganze auch auf selbstständiger Basis machen.

 

Also weiterhin in meinem „Job-Thema“ tätig sein, aber eben selbstständig. Und parallel mein Business weiter aufbauen und Frauen begleiten, die sich nebenberuflich ein Business aufbauen wollen  so wie ich es die letzten Jahre intensiv gemacht habe.

 

Das hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe Excel-Listen gebaut, durchgerechnet, was das bedeuten würde. Und ja: Im ersten Moment sieht es so aus, als hätte ich weniger Geld zur Verfügung.

 

Aber ich bin nicht zurückgeschreckt. Weil ich gespürt habe: Das ist ein Schritt in Richtung Freiheit.

 

Dazu gehört für mich zum Beispiel: – Ich nehme meine Rente selbst in die Hand (ich zahle nicht einfach blind in die gesetzliche ein und hoffe, dass es schon passt) – Ich manage das selbst – Und ich habe mich für eine private Krankenversicherung entschieden

 

Und jedes Mal, wenn ich das jemandem erzählt habe, kam sofort Schnappatmung: „Private Krankenversicherung? Du zahlst mit 60 ja unglaublich viel!“

 

Mag sein. Es gibt Menschen, die zahlen viel. Es gibt auch Menschen, die verdienen viel und können das stemmen. Aber darum geht’s heute nicht.

 

Was passiert ist: Es sind krasse Ängste aufgeploppt. – Was ist, wenn ich mich verkalkuliert habe? – Was ist, wenn ich dann da stehe und kein Geld mehr habe? – Was ist, wenn eine riesige Steuernachzahlung kommt?

 

Was ist, wenn…

Und genau deshalb verstehe ich dich so gut.

Wenn es ernst wird, kommt die Angst (und das ist normal)

Und es war nicht mal alles. Ich habe mir geschworen: Wenn ich diesen Schritt gehe, dann gebe ich wirklich Vollgas. Und mit Vollgas meine ich endlich: Umsetzung. Das hat nichts mehr mit Mindset zu tun. Mindset habe ich die letzten Jahre wirklich intensiv gemacht. Jetzt geht’s an die Umsetzung.

 

Und dafür habe ich mir eine Mastermind gebucht. Drei Monate intensive Begleitung, Fokus auf Umsetzung.

 

Die Frau dahinter verfolge ich seit drei Jahren. Sie hat drei Jahre Vollgas gegeben. Und ja: Ich habe viel Wissen gesammelt  aber die Umsetzung hat gefehlt.

 

Gestern kam eine Sprachnachricht: „Am Sonntag geht’s los.“ Sie hat ein paar Rahmenbedingungen genannt: krasse Umsetzung, klare Erwartungen, Commitment.

 

Und mein erster Gedanke war sofort: „Oh mein Gott. Schaffe ich das?“ „Kann ich diesen Ansprüchen gerecht werden?“

 

Und ich musste innerlich echt lachen. Weil ich noch überhaupt nicht weiß, was auf mich zukommt. Aber das Kopfkino war sofort da: „Oh Gott, was habe ich gemacht…“

Der Wendepunkt: Die Angst stellt immer dieselbe Frage

Und jetzt kommt der wichtigste Teil.

Die Angst ist im Kern immer dieselbe Frage:

Was ist, wenn ich der nächsten Version von mir noch nicht gewachsen bin?

 

Und hier ist die ehrliche Antwort:

Du wirst ihr nicht vorher gewachsen. Du wirst es durchs Gehen.

Wachstum passiert nicht im Kopf. Wachstum passiert in der Umsetzung.

Urängste: Dein System will dich schützen (auch wenn kein Säbelzahntiger da ist)

Die Angst ist dafür da, dich zu schützen. Und wenn wir’s ganz dramatisch runterbrechen: vor dem Tod.

 

Das ist dieses uralte Betriebssystem in uns. Wie ein Windows-Programm auf deinem Laptop. Das hat uns vor 2000 Jahren in der Höhle das Leben gerettet.

 

Wenn der Säbelzahntiger da war, hattest du keine Zeit für „Was ist, wenn…?“ Du musstest handeln.

 

Aber wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich Schnee. Ich sehe keinen Säbelzahntiger.

 

Und genau deshalb ist es so wichtig zu erkennen: Angst ist heute oft kein Stoppschild. Sie ist ein Hinweis.

Sicherheit kommt nicht vor der Entscheidung, sondern danach.

Was du konkret tun kannst, wenn du im „Was ist, wenn…?“ festhängst

Du musst nicht sofort kündigen. Du musst nicht sofort irgendwas machen, was sich komplett beschissen anfühlt.

Aber du darfst ein Schrittchen gehen. In die Richtung, in die du hin willst.

Und ja: Das darfst du lernen und üben  wie einen Muskel. Du kannst nicht erwarten, dass du heute zwei Klimmzüge machst und morgen aussiehst wie Arnold Schwarzenegger. So funktioniert’s nicht.

Was du machen kannst:

  1. Gib deiner Angst einen Namen Klingt billig, ist aber effektiv. Nenn sie Rüdiger oder Gisela. Und dann sag: „Hey Rüdiger, du bist auch wieder da. Was hast du heute?“ Das findet in deinem Kopf statt. Das weiß sonst keiner.
  2. Benenn die Angst Was ist es genau? „Ich habe Angst, sichtbar zu werden.“ „Ich habe Angst, zu scheitern.“ „Ich habe Angst, dass ich nicht gut genug bin.“
  3. Mach Mini-Schritte statt 30 To-dos Nicht alles auf einmal. Ein Schrittchen.
  4. Keine Entscheidungen im Panikmodus Erst runterkommen. Dann wählen, was wirklich richtig für dich ist.

Und wenn du startest und merkst: „Passt nicht“  dann justierst du nach. Es steht nirgendwo geschrieben, dass du ein Business startest und das dann bis in die Unendlichkeit genau so weiterführen musst. Das entwickelt sich. Du entwickelst dich.

 

Du wirst nie bereit sein.

Du wirst bereit, indem du gehst.

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Eva Schäferling

Dieser Artikel wurde von Eva Schäferling verfasst, die Frauen dabei unterstützt, aus dem System auszubrechen und ihr selbstbestimmtes Leben in Teilzeit-Selbstständigkeit zu gestalten – ohne Burnout, aber mit der Freiheit, endlich den eigenen Weg zu gehen.